Mehr als ein Stuhlkreis

Selbsthilfegruppen sind Zusammenkünfte von Menschen mit ähnlichen Lebensfragen, Problemen oder Diagnosen bzw. Angehörige, die sich selbstorganisiert und freiwillig in gewisser Regelmäßigkeit treffen und austauschen.

Das Wesen der Selbsthilfe ist die wechselseitige Hilfe auf der Basis gleicher Betroffenheit und bedeutet, die eigenen Probleme und deren Lösung selbst in die Hand zu nehmen.
Selbsthilfegruppen für junge Menschen gibt es v.a. zu psychosozialen Themen wie Depressionen, Ängste, Burn-out aber auch zu Sucht, Behinderung und Erkrankungen wie Rheuma, MS, Krebs etc.

Die Gruppentreffen werden in der Regel nicht durch Fachkräfte angeleitet, sodass jede*r in der Gruppe Verantwortung übernehmen kann . Die Formate sind dabei ganz unterschiedlich – vom Stuhlkreis über Stammtische, Improvisationstheater und Trommeln bis hin zu Co-Counselling, Spazieren gehen und Erfolgsteams.

Der Besuch einer Gruppe ist kostenlos.

In Deutschland haben sich mehr als 3,5 Millionen Menschen in ca. 100.000 Selbsthilfegruppen zu ganz unterschiedlichen Themen zusammengeschlossen.

Mehr Infos erhältst Du zum Beispiel hier:

 

Frage an Nora (u35):
Was hat Sie überzeugt, in der Selbsthilfegruppe mitzumachen und dort zu bleiben?*

"Ich hatte den Eindruck, dass ich hier gut an meinen Problemen arbeiten kann. Entgegen meiner Befürchtung klagte Niemand über seine Probleme.
Ich kann nach meinem Gefühl von den Übungen und dem Erfahrungsaustausch in der Gruppe profitieren, also an meiner Phobie arbeiten und auf der anderen Seite mich darin üben, mich so zu akzeptieren, wie ich bin. Ich fühle mich zugehörig."

*Auszug aus einem von uns geführten Interview im Rahmen der Umfrage zum Thema "Junge Selbsthilfe"